SWS - Praxishandbücher zur Gestaltungs-, Abwehr- und Durchsetzungsberatung

01. Handbuch Einkommensteuer / Bilanzsteuerrecht
41c. Kapitel:
Steuerleitfaden (Prüfungsfelder, Checkliste) zu § 24 UmwStG, § 4 Abs. 1, § 6 Abs. 1, 5 und 6, § 16 Abs. 3, § 17, § 20 Abs. 2, § 23 EStG (Überführungen, Übertragungen, Veräußerungen und Einbringungen von Wirtschaftsgütern zwischen Personengesellschaft und Gesellschafter sowie zwischen Gesellschaftern im Steuermonitor: Unentgeltliche, teilentgeltliche und (voll) entgeltliche Übertragungsvorgänge (Tausch bzw. tauschähnliche Umsätze, Trennungstheorie) zwischen Gesellschaft und Gesellschafter / Übertragung von Wirtschaftsgütern zwischen Schwester-Personengesellschaften / Einbringung von Wirtschaftsgütern in eine vermögensverwaltende Personengesellschaft / offene und verdeckte Einlagen in Kapitalgesellschaften / Einbringungen iS. des UmwStG

Vgl. ergänzend:

  1. Bloße Veräußerungsgeschäfte

    1. Bloße entgeltliche Veräußerungsgeschäfte (gegen Geldzahlungen), zwischen der Gesellschaft und den Gesellschaftern bzw. zwischen den Gesellschaftern, die dem Drittvergleich dem Grunde und der Höhe nach standhalten:
      • Veräußerung und Anschaffung sind nach allgemeinen Grundsätzen entsprechend einem Drittgeschäft darzustellen.
  2. KG gewährt dem Gesellschafter (EU) Gesellschaftsrechte und Gesellschafter (EU) überträgt dafür an die Gesellschaft (Tauschvorgänge)

    1. Einzelunternehmen (EU)
    2. Einzelbetriebsvermögen
    3. Sonderbetriebsvermögen
    4. Privatvermögen (offene Einlagen)
      1. Bei verdeckter Einlage ist § 4 Abs. 1 S. 8 iV. mit § 6 Abs. 1 Nr. 5 EStG anzuwenden.
        1. Verdeckte Einlage liegt mangels Gegenleistung vor, soweit dem Einbringenden überhaupt keine Gesellschaftsrechte und auch keine sonstigen Gegenleistungen (einschließlich der Begründung einer Darlehensforderung bei Buchung auf einem Darlehenskonto) gewährt werden.
  3. KG überträgt sonstige Wirtschaftsgüter an den Gesellschafter und Gesellschafter überträgt dafür an die Gesellschaft (Tauschvorgänge)

    1. Einzelunternehmen (EU) 
    2. Einzelbetriebsvermögen
    3. Sonderbetriebsvermögen
    4. Privatvermögen
      1. bei der Gesellschaft 
        • Allgemeine HGB-Grundsätze
      2. beim Gesellschafter
  4. Rückgewähr von Gesellschaftsrechten durch den Gesellschafter (EU) und KG überträgt dafür auf EU (Tauschvorgänge)

    1. Teilbetrieb (TB)...
      • im Rahmen einer Vermögensteilung (Realteilung mit und ohne Spitzenausgleich)
      • in Erfüllung der Geldverpflichtung für das Ausscheiden als Sachwertabfindung
    2. einzelne WiG, die beim EU werden...
      • inländisches Einzel-BV
      • inländisches Sonder-BV
      • Privatvermögen  
        • § 16 EStG beim EU
        • lfd. Veräußerung bei KG (Sachwertabfindung)
  5. Unentgeltliche Übertragungsvorgänge zwischen Gesellschaft und Gesellschafter

    1. Wirtschaftsgüter, die inländisches Betriebsvermögen bleiben   
    2. Wirtschaftsgüter, die Privatvermögen werden bzw. Privatvermögen waren  
  6. Unentgeltliche Übertragung von Betriebsvermögen zwischen den Gesellschaftern einer Personengesellschaft mit Buchwertfortführung

    1. Betrieb, Teilbetrieb, Mitunternehmeranteil
    2. Einzelne Wirtschaftsgüter
    3. bloße Realteilung
  7. Übertragung von Wirtschaftsgütern zwischen Schwester-Personengesellschaften (Tausch)

    1. Es liegt ein zur Aufdeckung der stillen Reserven führender Tausch (= Veräußerung und Anschaffung nach allgemeinen Grundsätzen) vor.
  8. Offenene und verdeckten Einlage in eine Kapitalgesellschaft

    1. Vgl. 3. SW, 5. Kapitel03. Handbuch Körperschaftsteuer
      Offene und verdeckte Einlagen im Bilanz- und Steuerrecht; steuerliche Behandlung verdeckter Einlagen bei der Gesellschaft und dem Gesellschafter / disquotale Einlagen im KStG und dem ErbStG / Rückzahlung von Einlagen / Einzelfälle (BFH-Rspr.) zu verdeckten Einlagen: Forderungsverzicht unter einer auflösenden Bedingung; Forderungsverzicht gegen Besserungsschein; Gehaltsverzicht aus gesellschaftsrechtlichen Gründen; Nutzungsrecht an einem Wirtschaftsgut aufgrund gesicherter Rechtsposition; Nutzungsüberlassung im grenzüberschreitenden Geschäftsverkehr; Übertragung von Wirtschaftsgütern im Wege des Tauschs; „verschleierter“ oder fehlgeschlagene Sachgründung; Verzicht auf einen Gewinnabführungsanspruch bei Organschaft / verdecktes Nenn- oder Stammkapital / zum "Schütt-aus-Hol-zurück Verfahren" / Pensionsrückstellungen für den Gesellschafter - Geschäftsführer; späterer Verzicht des Gesellschafters auf die Pensionszusage / Darlehensgewährungen und Darlehensverzicht durch den Gesellschafter (nahestehende Person
      .
  9. Einbringung von Wirtschaftsgütern in eine vermögensverwaltende Personengesellschaft

    1. Wird ein Grundstück gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten in eine vermögensverwaltende Personengesellschaft mit Vermietungseinkünften eingebracht, so liegen Anschaffungsvorgänge (tauschähnliche Umsätze) insoweit vor, als sich die nach § 39 Abs. 2 Nr. 2 AO zuzurechnenden Anteile der Gesellschafter an dem Grundstück gegenüber den bisherigen Beteiligungsquoten erhöht haben.
      1. Zu Anschaffungskosten führt auch die Übernahme einer Verbindlichkeit, die die Personengesellschaft als Gegenleistung von dem einbringenden Gesellschafter übernimmt, und zwar auch dann, wenn die Verbindlichkeit ursprünglich aufgenommen wurde, um ein privat genutztes Gebäude damit zu finanzieren.


 

Ihr persönlicher Steuerberater

Finden Sie ihren individuellen und persönlichen Steuerberater im Steuermonitor.

Zu den Steuerberater Empfehlungen

Back to Top