SWS - Praxishandbücher zur Gestaltungs-, Abwehr- und Durchsetzungsberatung

13. Handbuch Jahresabschluss nach Handels- und Steuerrecht / E-Bilanz
3. Kapitel/C:
Praxis-Leitfaden E-Bilanz und E-GuV: Zusätzliche steuerrechtliche Anforderungen der E- Bilanz und E-GuV bei der buchhalterischen und steuerlichen Umsetzung der XBRL-Taxonomie (§ 5b EStG) / Ableitung der E - Bilanz und der E - GuV aus dem Rechnungswesen aufgrund programmierter Zuordnungstabellen / zusätzliche ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Anforderungen bei Erstellung der E - Bilanz und der E - GuV
  1. Ableitung (Umsetzung) der E - Bilanz und der E - GuV aus dem Rechnungswesen aufgrund programmierter Zuordnungstabellen / zusätzliche steuerrechtliche Anforderungen bei Erstellung der E - Bilanz und der E - GuV

    1. Im Regelfall dürfte
      • die Ableitung der E-Bilanz in der Praxis aus der Handels- bzw. Steuerbilanz
      • aufgrund EDV-gestützte Zuordnungstabellen
      • quasi per „Kopfdruck“) erfolgen.
      1. Würde die E-Bilanz - Konten - Taxonomie
        • nicht in dieser Weise integriert,
        • ergäben sich in der praktischen Umsetzung bei Erstellung der E-Bilanz unabsehbare Probleme.
      2. Ratsam ist außerdem, dass ...
        • den ergebniswirksamen Abweichungen der Steuerbilanz von der Handelsbilanz aufgrund von § 5 Abs. 6 EStG
        •  bereits nach § 60 Abs. 2 S. 1 EStDV (Erstellung des steuerlichen Jahresabschlusses);
        •  nicht erst im Rahmen des § 5b Abs. 1 S. 2 EStG (Erstellung der E - Bilanz)
        • Rechnung getragen wird.
      3. Würde dem nicht entsprochen, ...
        • führt es bei Offenlegung des Jahresabschlusses außerhalb des § 5b EStG zu zusätzlichen Fragen (Folgen),
        • weil
          • nach § 5b EStG (E - Bilanz) mehr Informationen nach „Außen“ gegeben würden,
          • als dies nach den allgemeinen Vorschriften erforderlich ist.
      4. Durch integrierte Zuordnungstabellen iS. der § 5b EStG iV. mit XBRL-Taxonomie, sollte die (bloße) technische Abrgrenzung und Ableitung
        • der E-Bilanz
        • aus dem handels- bzw. steuerlichen Jahresabschluss
        • in der Praxis per „Kopfdruck“ problemlos möglich sein.
    2. Sofern in der Praxis nach Tz. 1.1. verfahren wird, …
      • erfordert jedoch die differenziertere E-Bilanz - Taxonomie gegenüber dem steuerlichen Jahresabschluss
      • bereits bei der Kontenzuordnung der Buchungsbelege
      • erhöhte fachliche steuerliche Anforderungen als bisher.
    3. Die erhöhten fachlichen steuerliche Anforderungen betreffen insb. die …
      • Umsatzsteuer,
      • Bilanzsteuer, Einkommensteuer und Körperschaftsteuer.
    4. Außerdem...
      • erhöhen die zusätzlichen fachlichen Anforderung bei der Verbuchung im Rahmen der E-Bilanz - Konten - Taxonomie auch
      • das Haftungsrisiko des Steuerberaters.
    5. Die Umstellungskosten auf die E-Bilanz werden selbst für Kleinunternehmer bzw. Kleinstunternehmer auf bis zu 5.000 EUR geschätzt;
      • davon, dass zudem jährliche Zusatzkosten anfallen werden, sind aufgrund von Befragungen mehr als 90% der Betroffenen überzeugt, vgl. DStR 18/2012 S. 919 mwH.
  2. Ergänzende umsatzsteuerrechtliche Anforderungen aufgrund der E-Bilanz - Konten - Taxonomie

    1. In der Umsatzsteuer betrifft die E-Bilanz - Konten - Taxonomie im Wesentlichen
    2. Das USt- Binnenmarktgesetz 1993 war eine Sudelei (hierzu O - Ton Bismarck: „Wer weiß, wie Gesetze und Würste zustande kommen, kann nachts nicht mehr ruhig schlafen.“),
      und zwar
      • sowohl in seiner Fassung,
      • als auch in der grenzüberschreitenden Umsetzung.
      1. Daran haben auch die nachfolgenden, bis heute andauernden „Reparaturen am laufenden Band“, in der Substanz nichts geändert.
      2. Als Resultat dessen werden die Umsatzsteuerausfälle allein aus dem innergemeinschaftlichen Leistungsverkehr (bzw. Scheinleistungsverkehr, z.B. durch Karussellgeschäfte) p.a. auf ca. 50 Mrd. EUR geschätzt, davon entfallen auf Deutschland ca. 20 Mrd. EUR, es können aber auch mehr sein.
    3. Aufgrund der E-Bilanz - Taxonomie sowie der mehrjährigen Testphase ist davon auszugehen, dass...
      • die Finanzverwaltung nunmehr wenigstens national 
      • dieser Steuerausfälle mit komplexen EDV-gestützten Prüfungs- und Verprobungsmodellen Herr werden will.
      1. Sofern diese Modellprüfungen zu Auffälligkeiten oder Abweichungen führen, dürften daher künftig…
  3. Ergänzende fachliche Anforderungen in der Bilanzsteuer, Einkommensteuer und Körperschaftsteuer aufgrund der E-Bilanz - Konten - Taxonomie

    1. In der Bilanzsteuer, Einkommensteuer und Körperschaftsteuer sind Schwerpunkte der E-Bilanz - Taxonomie z.B. …
      1. Im ertragsteuerlichen Bereich werden durch die E-Bilanz - Konten - Taxonomie im Wesentlichen
        • die Themen aufgegriffen,
        • die auch stets in der Betriebsprüfung zu den „üblichen Verdächtigen“ gehören.
    2. Bei Mitunternehmerschaften (z.B. OHG, KG…) lassen sich daher aus steuerlicher Sicht weitere EDV-gestützten Prüfungs- und Verprobungsmodelle erkennen, z.B. zu…

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